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26.04.2018

Peelings für eine strahlende Haut

Der Begriff Peeling kommt vom englischen Wort „to peel“ und meint abschälen oder auch ablösen. Im Zusammenhang mit Peelings fällt auch häufig der Begriff „Exfoliation“ oder „exfolieren“, damit ist jedoch grundsätzlich auch abtragen/peelen gemeint.
In der kosmetischen Behandlung erfolgt ein Peeling nach der Reinigung und befreit die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen. Dadurch wird die Haut optimal auf die nachfolgenden Behandlungsschritte vorbereitet. Hornschüppchen liegen auf der obersten Hautschicht und können für einen Grauschleier und Schuppungen sowie Unebenheiten verantwortlich sein. Liegt sogar eine ausgeprägte Hyperkeratose vor, kann man die Verhornungen als raue unebenmäßige Stellen fühlen. Viele Kunden wünschen sich eine ebenmäßigere Haut und dafür sind Peelings eine tolle Behandlungsoption.

Peelings mit Power

Aber Peelings können noch so viel mehr: Je nach Art des Peelings, dessen Inhaltsstoffe und der Eindringstiefe können Fältchen und Falten, Hyperpigmentationen, UV-bedingte Hautschäden, verschiedene Akne-Formen und sogar Narben behandelt werden. Ein wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass durch Peelings die Zellerneuerung in der Epidermis stimuliert wird.

Einige Präparate wirken sich auch positiv auf die Kollagenfasern aus und können UV-bedingte Hautschäden reparieren. Die früher oftmals langweiligen Peelings haben sich regelrecht gemausert und mittlerweile gibt es ein breites Angebot an unterschiedlichen Präparaten, die sehr überzeugende Ergebnisse liefern können.

Mechanische Peelings

Diese Gruppe umfasst alle Peelings, die durch „Reibung“ und Schleifkörper die Abtragung bewirken. Diese Präparate in Form von Pasten, Cremes oder Gelen – auch mit Schaumbildung – sind ein klassisches Heimpflegeprodukt.

Die Schleifkörper können natürlicher Herkunft sein, wie etwa Aprikosenkerne (meist etwas scharfkantig) oder synthetisch, wie etwa Jojobabeads (rund). Leider gibt es auch Schleifkörper aus Mikroplastik, was für die Umwelt eher schlecht ist. Aber auch die Mikrodermabrasion als apparatives Peeling ist bei den mechanischen Peelings einzuordnen.

Enzymatische Peelings

In Enzympeelings finden wir Enzyme (Fermente), die die abgestorbenen Hautschüppchen spalten. Generell sind Enzyme als Biokatalysatoren zu verstehen, die aktiv an Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Bekannte Enzyme sind der Kosmetik sind: Bromelain – ein Enzym aus der Ananas, sowie Papain – ein Enzym aus der noch grünen Schale und den Kernen der Papaya.

Als fertige Maske oder zum Anrühren als Pulver, teilweise mit Aktivator, benötigen einige Enzympeelings unbedingt die Wärme und Feuchtigkeit des Vapozons, um optimal reagieren zu können.

Generell sind Enzympeelings sehr wirkungsvoll und, da sie auf mechanische Reizung der Haut verzichten, sind sie auch gut bei empfindlicher oder entzündlicher Haut einsetzbar.

Peelings können die folgenden Wirkungen haben:

anregend
feuchtigkeitsspendend
durchblutungsfördernd
glättend
regenerierend
keratolytisch

Chemische Peelings

Diese Peelings liegen oftmals in flüssiger Form vor, aber auch Gele und Masken sind möglich. Die Peelingwirkung wird hier meist durch Säuren erreicht. Dabei kommen folgende Säuren zum Einsatz:

Fruchtsäuren
Glykolsäure – Hydroxycarbonsäure
AHA – Alpha Hydroxy Acid
Salicylsäure – o-Hydroxybenzoesäure
Milchsäure – Hydroxycarbonsäure, linksdrehende und rechtsdrehende Varianten; die Säure wird fermentativ, also enzymatisch hergestellt.

Medizinische Peelings

Bei den medizinischen Peelings kommt es im Gegensatz zu denen im Kosmetikinstitut meist zu einer sehr deutlichen Hauterneuerung, sprich Abschuppung. Diese Anwendungen können mitunter schmerzhaft sein und gehören in die Hände des Arztes. Hier wird mit sehr hoch konzentrierten Säuren und verschiedenen Säurekombinationen gearbeitet. Beim Dermatologen kommt hier im Bereich der sogenannten mitteltiefen Peelings auch oftmals die Trichloressigsäure (TCA) zum Einsatz. Dabei ist das sog. „Frosting“ zu beobachten, die Haut sieht während des Peelings an einigen Stellen weißlich aus, wie gefroren. Das ist ein Anzeichen dafür, dass das Peeling die Proteine in der Oberhaut zerstört hat (Denaturierung) und diese nun weißlich ausflocken. Es kann die Gefahr von nachfolgenden Hyperpigmentationen bestehen, daher ist eine gute Beurteilung der Haut und auch eine gründliche Aufklärung für den Erfolg ebenso wichtig wie die entsprechende Nachsorge und der konsequente Verzicht auf die Sonne.

Quelle: Beauty Forum / 16.04.2018 Von: Susanne Pfau



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